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Juhu, endlich ist es soweit … unser Tagwerk ist verrichtet und jetzt ist Urlaub angesagt. Bei Sonnenschein, aber Null Grad machen wir uns auf die Reise und kurz nach 14:00 Uhr fahren wir auf die Autobahn Richtung Wien auf.

Die Freude über die Sonnenstrahlen währt nicht lange, denn bei Oed ist der Himmel bereits in eine Wolkenschicht eingehüllt. Die Temperatur ist auf minus drei Grad gesunken, die Wiesen und Felder sind bedeckt mit einer Schneeschicht und die Dächer haben weiße Mützen aufgesetzt. Der unruhige Verkehr lässt uns nur langsam vorwärtskommen, denn es sind viele Lastwägen unterwegs. Bricht einer aus der rechten Kolonne aus, um die anderen zu überholen, stauen die anderen Autos in zwei Fahrspuren. Daher bleiben wir unserem Ritual treu und verlassen bei Loosdorf die Autobahn, um bei McDonalds mit Kaffee und Cheesecake eine Pause einzulegen. Zu unserer Überraschung erhalten wir dort Gesellschaft von einem ehemaligen Arbeitskollegen …“Philipp, nett dich wieder mal gesehen zu haben“.

Unsere Weiterfahrt wird inzwischen mit Schneegestöber begleitet und je weiter wir kommen, umso winterlicher und dunkler wird es. Auf der Südosttangente liegt der Schnee bereits bis auf das Straßenbankett herein und dann treffen wir auch schon auf die ersten Schneeschuber, die reichlich Salz ausspucken. Die Äste der Bäume auf beiden Seiten hängen tief herunter von der schweren Schneelast. Wenn wir nicht wüssten, dass Weihnachten schon vorbei ist, würden wir an der Winterlandschaft unsere Freude haben. Gestern war Frühlingsbeginn und passend dazu läuft im Radio Werbung vom Osterhasen und seinen Überlegungen, wo er die Nester versteckt. So wie´s aussieht – heuer ganz sicher nicht in der Wiese! Die Reifen der Autos vor uns wühlen im Schnee und befüllen uns ständig die Windschutzscheibe mit dem Dreck. Das Fahren wird für uns eine echte Challenge, denn plötzlich versiegt das Wasser in unserer Scheibenwaschanlage. Im Blindflug kämpfen wir uns bis kurz vor Schwechat vor und füllen an der Tankstelle Wasser nach.

Gegen 17:00 Uhr erreichen wir schließlich Mannswörth und checken dort wie schon so oft im Boutiquehotel Hein ein.  Wir schmeißen nur unser Gepäck aufs Zimmer, gehen noch aufs Topferl und dann fahren wir auch schon weiter nach Wien.

Bei „Babette´s – spice & books for cooks“ in der Nähe des Naschmarktes treffen wir uns mit Sandra und Georg und schmökern noch eine Weile in der grossen Auswahl an Kochbüchern und ergötzen uns an den wunderbaren Aromen der unterschiedliche Pfeffersorten, die in Probebehältern bereit stehen. Natürlich müssen zwei Kochbücher mitgehen, die bleiben aber während unseres Urlaubs im Kofferraum des Autos.

Gemeinsam überqueren wir die Mühlgasse, wo Georg in der „Lisboa Lounge“ einen Tisch reserviert hat. Dort werden wir mit traditioneller, portugiesischer Kochkunst und leckerem Wein verwöhnt. Den Vorspeisen Pastéis de Bacalhau (Stockfischnockerl) und Salada de Polvo (Oktopussalat) folgen Polvo à lagareiro (gegrillter Oktupus) und Caldareida de Bizuda do Atlântico com Amêijoas (Fischauflauf mit Barrakuda und Venusmuscheln). Klingt alles recht wild, schmeckt aber ausgesprochen gut. Dazu gönnen wir uns schönen alten Portwein, Gin Tonic mit viel Gurke und dann portugiesischen Weißwein. Superlecker und ein toller Einstieg in den Urlaub.

Unser Urlaubsbudget müssen wir schon beim Bezahlen der Parkgarage am Kühnplatz angreifen, denn für die paar Stunden berappen wir satte zwanzig Euro. Das war uns aber der gemütliche Abend wert. Den Absacker an der Bar lassen wir lieber aus, denn es ist mittlerweile knapp vor 22:00 Uhr geworden, als wir die Adresse des Hotels ins Navi eingeben. Wir müssen schließlich morgen früh aus den Federn. Schneeflocken begleiten unsere Fahrt durch das verschneite Wien, für uns ein ungewohntes Bild – zuhause haben wir schon wochenlang keinen Schnee mehr.

Beim Hotel angekommen, entledigen wir uns noch unseren Winterjacken und dann bringt Wolfgang das Auto zum nahegelegenen Parkplatz. Schon halb im Schlaf verrichten wir noch unsere Abendtoilette und dann ab ins Bett.

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