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Na, das fängt ja schon gut an – wir sind noch gar nicht ins Flugzeug eingestiegen und haben schon Verspätung! Aber egal, ob wir die Zeit in Frankfurt absitzen oder hier! Apropos sitzen – gestern haben wir schon  „langes Sitzen“ trainiert, denn wir waren in Traun in der Spinnerei bei einem Konzert von „The Dubliners“. Wow, die alten Herren haben eine Stimmung erzeugt und wollten gar nicht mehr aufhören zu spielen und singen. Als sie dann noch mit ihren alten Hits und Metallica-Songs auftrumpften, bebte die Halle komplett. Kurz vor 23:00 Uhr verabschiedeten sie sich nach drei Zugaben dann doch.

Eine gute Stunde nach Abflug landen wir in Frankfurt, das gerade in schönes Abendlicht getaucht ist. Ein Wahnsinn, dieser Flughafen, nicht nur weil man mit einer eigenen Railway von einem Terminal zum anderen fährt, sondern auch, weil sie sich trauen für 0,75 l stilles Mineral 6 Euros zu verlangen! Und das dürfen wir dann aber nicht in den Flieger mitnehmen, sondern müssen es innerhalb weniger Minuten hinunter gurgeln oder als Spende abgeben! Bei der Sicherheitskontrolle wird Wolfgangs Kamera noch nach Sprengstoff durchsucht – Glück gehabt, sie finden nichts!

Langsam macht sich Müdigkeit in uns breit und ein Blick auf die Uhr zeigt uns, dass es mittlerweile schon nach 22:30 Uhr ist. Zuhause würden wir schließlich schon das erste Couch-Nickerchen hinter uns haben!  Doch mit Schlafen ist es noch lange nichts, denn erst müssen wir noch die restliche Zeit bis zum Weiterflug nach Singapur absitzen.

Punkt Mitternacht bewegt sich dann der große Vogel der Quantas das erste Mal und kaum eine Viertelstunde später befinden wir uns auch schon auf dem Rollfeld und rollen und rollen. Moment mal, fahren wir etwas bis nach Singapur?

Frankfurts Flughafen und die Umgebung sehen mit ihrem Lichtermeer wunderschön von oben aus.

Damit ich nicht wie schon so oft wieder Probleme mit dem Druckausgleich bekomme, fahre ich diesmal volles Geschütz auf. Nachdem die Nasentropfen sich verteilt haben, werden auch die Ohren noch mit eigenen Ohrstöpseln versorgt – die ich, wie sich später herausstellt, nur wärmstens empfehlen kann. Unbedingt noch anzumerken ist auch, dass  wir einen sehr angenehmen Sitznachbarn haben, denn das war einer unserer größten Sorgen!

Nach dem Abendessen um 02:00 Uhr morgens heißt es dann gute Nacht und Ruhe geben. Doch mit Schlafen ist es nichts, denn wir können kaum ein Auge zu tun. Zwei Reihen vor uns „unterhält“ jemand mit einem Dauerhusten den Flieger und die gute Dame hinter uns reißt dauernd an meinem Sessel. Außerdem liegen unsere Sitzplätze direkt neben der Küche und da gibt es ständig was zu tun.

Um 08:00 Uhr Ö-Zeit beschließen wir die Schlafversuche zu lassen und überbrücken die Zeit bis zum Frühstück mit dem zweiten Teil des Films „Nachts im Museum“ – echt lustig!

Es bleiben noch etwa zwei Stunden Flugzeit  und nach dem Frühstück wünscht uns der Pilot dann einen schönen Abend! Da rennt doch irgendwas verkehrt, oder?

Nach der Landung in Singapur um 18:00 Uhr Ortszeit sind wir nun um sieben Stunden gealtert. Da wir in Linz nicht durchgecheckt werden konnten, müssen wir noch zum Check-In, um unsere Boarding Pässe zu holen. Danach ist der erste Gang zu den Toiletten, damit wir uns endlich mal frisch machen können. Jetzt heißt es wieder warten, warten, warten…

Punkt 21:00 Uhr – wieder mit Verspätung – hebt die Maschine des Kooperationsfluges ab (JetAir – haben wir noch nie vorher gehört). Gleich nach dem Start beginnt es aus allen Ritzen zu rauchen und es wird innerhalb weniger Minuten kalt, als wären wir in einer Gefriertruhe.

Wir sind beide froh, dass es wieder Nacht ist, denn wir sind mittlerweile so müde, dass uns die Augen zufallen. Also machen wir es uns kuschelig, so gut es geht – es stehen ja noch mehr als vier Stunden Flug am Plan.

Übrigens, Essen und Trinken ist bei der JetAir extra zu bezahlen! Aber gut dass das von unserem Reisebüro schon mit gebucht wurde, denn der Hunger ist schon groß.

Nachdem die Essensreste beseitigt sind, heißt es wieder Ruhezeit. Aber wer wirklich gedacht hat, dass er jetzt ein gemütliches Schläfchen machen kann, der hat sich ordentlich geirrt. Denn jetzt kommt erst die richtige Vorstellung aus einer interessanten Mischung von inbrünstigem Schnarchen, ununterbrochenem Babygeschrei und passend dazu ein Dauerhusten! Hört sich doch gut an, oder! Man hat dabei das Gefühl, dass jeder den anderen noch an Lautstärke übertrumpfen möchte! Und damit wirklich alle was davon haben, marschiert der Papi mit dem schreienden Kleinen unermüdlich den Gang auf und ab!

Landung in Darwin ist um 02:50 Uhr Ortszeit, nachdem wir die Uhren um weitere eineinhalb Stunden nach vorne gedreht haben. Jetzt kommt noch der Kontroll-Marathon: Pässe, Quarantäne-Hündchen (ein süßer Kerl),  Check des Emigrationstickets und zu guter Letzt das Gepäckröntgen.

Als wir aus dem Flughafengebäude treten, gibt’s eine ordentliche Watschn, denn das 27 Grad warme Lüftchen schnürt uns den Atem ab.

Der Taxifahrer erklärt uns bereits nach den ersten hundert Metern, dass wir auch seine Parkgebühr auf dem Flughafen zu bezahlen haben und das sind bereits 5,60 Dollar – na, können wir uns wehren? Nein, what shell´s! Wir wollen nur noch ins Bett – und das können wir dann auch kurz nach 04:00 Uhr.


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4 Kommentare zu „11.09.-13.09.09: Anreise Linz – Frankfurt – Singapur – Darwin

  • 2. Oktober 2009 um 09:37
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    Hallo Ihr Lieben,

    ich habe jetzt zum 1.mal reingeschaut, aber nur kurz übeflogen,da muß ich mir zuhaus zeitnehmen,jedenfalls liest es sich toll.
    in der firma alles beim alten, wünsch euch noch recht erlebnisreiche tage.
    bis bald Lotte

  • 23. September 2009 um 11:04
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    Hallo ihr zwei,

    ich hoffe, euch gehts soweit gut. Habe gerade in den “News” über den Sandsturm gelesen und hoffe, dass nicht dieser Sturm euch zu schaffen macht.

    Weiterhin eine schönen, spannenden und erlebnisreichen Urlaub.

    Liebe Grüße

    Evi

  • 21. September 2009 um 06:31
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    Hallo, wir wünschen euch eine wunderschöne Reise. Viel Spass! Daniel, Petra und Gunther

  • 20. September 2009 um 19:04
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    Hallo ihr Lieben!
    War spannend eure Erlebnisse zu lesen. Sabine schreibt so anschaulich,dass man glaubt auch mit dabei gewesen zu sein. Freuen uns auf die Fotos und Wolfis Film!!!!!
    Liebe Grüße M.und P.
    Bei Sabines Mutter und bei uns ist alles in Ordnung.

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