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Schlafen können wir nicht sehr viel, denn ein paar Mal in der Nacht bekommen wir Besuch von Sonja´s Kater und die ganze Zeit über lachen im Nachbargarten Kookaburras um die Wette. Der “Lachende Hans”, wie der Kookaburra genannt wird, zeigt durch sein Gelächter sein Revier an. Er gehört zur Familie der Eisvögel, verpaart sich fürs Leben und kann bis zu 20 Jahren alt werden. Letzteres verdanken sie vielleicht der Tatsache, dass die Nachkommen bis zu 4 Jahre bei den Eltern bleiben und ihnen bei der Revierverteidigung wie bei der Aufzucht weiterer Jungvögel helfen.

Gegen 09:00 a.m. brechen wir auf in Richtung Hafen und um 11:00 a.m. legt die Fähre in Richtung Heron Island ab. Diese Insel liegt etwa 70 km von Gladstone entfernt und ist eine reine Koralleninsel. Vorsichtshalber haben wir eine Anti-Seekrank-Tablette geschluckt, aber es ist strahlender Sonnenschein und das Meer sehr ruhig. Nach zwei Stunden Fahrt erreichen wir die Insel und fühlen uns wie in einer anderen Welt. Wir bekommen ein wunderschönes Zimmer und dann geht es ab zu einem tollen Mittagsbuffet.

Am Nachmittag machen wir den angebotenen Birdwalk mit. Der Guide erklärt bei einem Spaziergang die verschiedensten Vögel, jene, die ständig auf der Insel sind und auch die, die nur zum Nisten kommen. Wie zum Beispiel die Noodies, die Seeschwalben, von denen jetzt schon mehr als 10.000 auf der Insel kreischen – aber daran gewöhnt man sich.

Die Sonne prallt vom Himmel zwischen den wenigen Wattewölkchen und der weiße Sand glänzt. Da zu dieser Zeit noch Ebbe ist, sieht man teilweise bis auf den Grund des Meeres auf die schönen Korallen, Kammmuscheln, Seesternen und gurken. Die riesigen Mantas schweben nahe am Ufer vorbei und hin und wieder sieht man ganze Schwärme von Fischen.

Nach dem vielen Fahren und Wandern der letzten zwei Wochen tut uns das Relaxen wirklich gut.

Der Tag vergeht sehr schnell und bei Anbruch der Dämmerung machen wir noch einen Abendspaziergang entlang des Strandes. Wir suchen nach den Meeresschildkröten, die zu dieser Zeit an den Strand kommen sollen, um hier zu nisten. Allzu lange müssen wir auch nicht warten, bis wir einige sehen, aber es dauert lange bis direkt neben uns eine ans Land kriecht. Wir sind echt erstaunt, dass diese Tiere so riesig sind. Da wir nicht die einzigen Neugieren am Strand sind, heißt es sich ruhig zu verhalten, denn sobald die Schildkröte eine Bewegung sieht, macht sie sofort wieder kehrt und schwimmt davon. Unsere Ausdauer wird belohnt. Im letzten Abendlicht sehen wir, wie eine große Schildkröte ihren Kopf aus dem Wasser erhebt und vorsichtig das Terrain sondiert. Langsam und schwerfällig schleppt sie sich über den weißen Sandstrand in Richtung Uferböschung. Da wir sie nicht stören wollen, gehen wir langsam in Richtung Restaurant zurück, wo schon das Abendessen auf uns wartet.

Es werden heute ein gewaltiges Seebuffet und viele köstliche Süßigkeiten geboten. Wir wissen gar nicht so recht, welche Köstlichkeiten wir zuerst probieren sollen. Zum Glück ist ja genug für einen Nachschlag da. Nachdem wir uns wieder den Bauch vollgeschlagen haben, müssen wir noch in die Bar auf einen Verdauungsdrink. Hier spielt ein Entertainer Lifemusik, der wir noch eine Weile lauschen, bis uns fast die Augen zufallen.

Danach kehren wir in unser Zimmer zurück, um schlafen zu gehen. Wollen wir zumindest, aber neben dem Gezwitscher der Seeschwalben, das sich in der Nacht noch lauter anhört, kommen am Abend noch die Mutton Birds an Land. Das sind schwarze Vögel, die Löcher in den Boden graben, in denen die Weibchen niesten. Tagsüber sind die Männchen auf Futtersuche und kehren am Abend zurück. Dann sitzen sie vor den Höhlen und geben Laute von sich, als würden hunderte von Babies gleichzeitig schreien! Schrecklich!

Wir können nur mit Ohrstöpseln so halbwegs schlafen!

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