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Der lange Schlaf hat uns gut getan, er wird aber durch das Kreischen vieler Galahs am frühen Morgen unterbrochen. Nachdem wir gepackt und bezahlt haben, fahren wir in Richtung Adelaide. Die kurze Strecke ist auch bald geschafft und kurz vor Mittag checken wir wieder in einem Campingplatz ein.

Nach einer kleinen Stärkung marschieren wir ins Zentrum von Adelaide. Unser Besichtigungsdrang wird aber leider bald gebremst, denn wir müssen schon nach kurzer Zeit feststellen, dass es hier nicht sehr viel zu besichtigen gibt.

Adelaide ist die Hauptstadt von South Australia und wurde 1836 gegründet. Die Innenstadt ist zwar von schönen Parks umgeben, aber die strenge Architektur lässt eher den Vergleich mit einer Finanzmetropole, als mit einer Gartenstadt zu.

Es gibt hier einen kostenlosen Bus, mit dem wir eine kleine Rundfahrt durch die Stadt machen.

Am Victoria Square steht eine Statue von Queen Victoria und im angrenzenden Park ein interessanter Brunnen aus dem Jahr 1963, errichtet für den Besuch von Queen Elisabeth II. Ein wenig Abkühlung finden wir dann in der Cathedral of St. Francis Xavier.

Im Government House ist Tag der offenen Tür, zur Besichtigung für die Öffentlichkeit. Wir sind zwar keine Südaustralier, aber die Räumlichkeiten interessieren auch uns sehr. Vor dem Seiteneingang spielt eine Band und es kommen sehr viele Menschen mit Kleidung aus dem vorigen Jahrhundert. Laut schallt eine australische Hymne durch den Garten “…I am, you are, we are Australians…”

Es herrscht eine besondere Stimmung und auch hier spüren wir, wie schon in ganz Australien, eine herzliche Freundlichkeit. Die angenehme Atmosphäre nehmen wir tief in uns auf, der ganze Stress und die Hektik von zuhause verflüchtigen sich hier.

Das Old Parliament House von 1855 und das neue Parliament House von 1883 können wir nur von außen besichtigen. Im ehemaligen Bahnhofsgebäude ist heute das Casino untergebracht.

Zum Schluss marschieren wir noch einmal die Shopping Mall auf und ab und belustigen uns ein wenig an der Weihnachtsdeko. 35° im Schatten und alle Menschen sind mit kurzen T-Shirts unterwegs  da passen die Schneemänner irgendwie nicht so richtig ins Bild. In einem Monat ist Weihnachten. Mit diesem Gedanken tun wir uns sehr schwer, denn schließlich machen wir ja gerade Sommerurlaub und Weihnachten kommt doch erst, wenn es draußen kalt ist und Schnee liegt! Irgendetwas stimmt da nicht so ganz!

Etwas geschafft und müde, wahrscheinlich auch schon von den vergangenen vier Wochen, schlendern wir erst gemütlich durch die Botanical Gardens und dann durch den Park in Richtung Campingplatz. In dem riesigen Park spenden viele große Bäume Schatten. Unter fast jedem Baum sitzt eine Gruppe von Leuten, ausgerüstet mit Tisch und Sesseln, Getränken und allerlei zu Essen. Man merkt, dass sie Spaß haben und sich wohlfühlen. Eine Gruppe ist uns schon auf dem Hinweg in die Stadt aufgefallen, da sie mit ihren Musikinstrumenten ausgerüstet (sogar eine Harfe war dabei) irische Musik zum besten geben. Als wir kurz stehen bleiben, werden wir auch gleich von ihnen eingeladen, ihnen Gesellschaft zu leisten. Ein anderer bringt uns Cider zu trinken und von einer Dame bekommen wir auch noch Wassermelone angeboten. Wir unterhalten uns mit einigen von ihnen lange Zeit und erfahren, dass es sich um irische Einwanderer handelt, die schon seit mehr als 30 Jahren in Australien leben.

Nach mehr als einer Stunde verabschieden wir uns von der gemütlichen Gesellschaft. Es ist ein netter Ausgleich zur kargen Besichtigungstour gewesen.

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