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Kitschig, aber es ist so – wir haben auch heute wieder strahlenden Sonnenschein, das richtige Wetter für eine Wanderung. Daher machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg Richtung Meersburg, um dort unseren Trip zu starten. Unser Auto stellen wir wieder am Hafen ab und kämpfen uns über die Steigstraße den Hügel hoch in die Oberstadt. Die schönen Altstadthäuser mit den kleinen Lädchen und Cafés machen es uns schon schwer, weiter zu gehen, denn da möchte man gleich dableiben und nur genießen. Tschüß Meersburg, wir kommen am Abend wieder! Am Marktplatz münden mehrere Gassen ein, wir spazieren vorbei am Gasthof Bären und durchqueren das obere Stadttor, das Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung war, erbaut um 1300. Es geht nun stadtauswärts in die Obst- und Weingärten und wir befinden uns wieder mal auf dem Jakobsweg. 2.353 km sind es von hier bis Santiago de Compostela, aber das ist heute nicht unser Ziel.  

In den Randbezirken reiht sich eine Ferienwohnung an die andere, alle sind laut Aushang belegt. Je weiter wir hochkommen, umso größer und luxuriöser werden die Eigenheime, die in den Sackgassen erbaut wurden. Fast alle mit vergitterten Fenstern und Alarmanlage und tollen Gartenanlagen. Die schönen rosa oder lila Blüten der Herbstastern und die rosaroten Herbstanemonen gucken über die Mauer oder durch den Gitterzaun. Tja, der Herbst hat bereits Einzug gehalten. Wir sind kaum aus dem Ort draußen, eröffnet sich uns schon ein toller Ausblick auf den weiten, noch dunstigen Bodensee und auf der anderen Seite ziehen sich die Weingärten hoch hinauf. Die Trauben sind schon fast erntereif und hängen in schönen Rispen herunter. Auf dem Höhenweg hat man einen Weinlehrpfad angelegt, sodass tüchtige Wanderer, wie wir es sind, während des Marschierens auch noch gebildet werden. Wir beginnen mit der Rebsorte Weißburgunder, der durch Mutation aus dem Grauburgunder und dieser wiederum aus dem blauen Spätburgunder entstanden. Er stellt hohe Ansprüche an Boden und Klima und die kleinen dichtbeerigen, gelblichgrünen Trauben reifen mittelspät und bringen extrareiche, feinaromatische Weine hervor. Davon werden wir uns nach der Wanderung überzeugen. Die Weingärten sind Alleinbesitz des Staatsweinguts Meersburg.

Wir kommen nur langsam vorwärts, weil wir ständig nur dastehen und den schönen Blick über den See und die Berge genießen. In Wirklichkeit müssen wir immer wieder rasten. Beinah endlos scheinen die Weinfelder zu sein, denn wie durch ein Labyrinth wandern wir durch einen Garten nach den anderen. Wir werden dabei begleitet von Vogelgezwitscher und herumwirbelnden Schmetterlingen.

Zwischen Meersburg und der Ortschaft Hagnau liegt die Kriegsgräberstätte Lerchenberg. Sie wurde errichtet, um den 69 Soldaten zu gedenken, die im Ersten Weltkrieg in der Schweiz ihr Leben lassen mussten. Sie sollten gegen englische oder französische Soldaten ausgetauscht werden und erlebten das leider nicht mehr. Keine schöne Geschichte, die Sicht von hier über den See, die dahinter liegenden Berge der Schweiz, Vorarlbergs und auf die Insel Mainau sind da nennenswerter.

So, jetzt ist wieder Weinbau angesagt und wir lernen über die Rebkultur und deren Erziehung. Heute werden sie auf einem Spalier hochgezogen in einem Drahtrahmen mit einem bis eineinhalb Meter Abstand pro Stock. In zwei Meter werden Reihen für Reihen gepflanzt mit 4.000 bis 4.500 Reben pro Hektar. Früher war das mehr als das Doppelte. Um Wuchs, Ertrag und Traubenqualität in einem günstigen Verhältnis zu halten, müssen die Rebstöcke im Winter auf etwa acht bis zwölf Augenknospen pro Quadratmeter zurückgeschnitten werden.

Die kleinste Gemeinde Bodensees Stetten lassen wir links liegen und es geht munter weiter. Doch am Ortseingang von Hagnau erreichen wir wieder den Bodensee und dort wartet eine lauschige Banke auf uns. Direkt vor uns befindet sich ein achteckiges Schwalbenhotel auf einem Stahlrohr. Unter dem roten Dach gibt es 44 Wohnungen, die sie beziehen können, wenn sie aus Afrika kommen.

Nach einer kurzen Rast stapfen wir munter weiter entlang der Spielstraße, die nicht nur von Kindern, sondern auch von vielen Radfahrern, Läufern und Spaziergängern genutzt wird.

Um unseren Füßen ein wenig Ruhe zu gönnen, kehren wir im Zentrum von Hagnau ins Restaurant Keltenschenke ein, um Salat mit Fisch zu essen. Dazu gibt´s frischen Traubensaft für mich und für Wolfgang hauseigenes Bier, lecker!

Gestärkt schlendern wir die Seestraße noch entlang, biegen beim Rathaus ab, wo an der Nordseite das Denkmal des Schriftstellers und Bürgerrechtlers Hansjakob inmitten eines kleinen Parks ziert. Er war auch Gemeindepfarrer und gründete 1881 den Winzerverein, den größten am Bodensee. Das Gebäude liegt gegenüber dem Rathaus und unverkennbar riecht es hier nach Trester.  Schräg daneben befindet das Wahrzeichen von Hagnau, die Kirche St. Johannes Baptist, idyllisch inmitten eines Weingartens. Der hohe Turm mit dem markanten Turm ist schon von Weitem sichtbar. Von dort geht es nochmal steil hoch und wir erreichen die Hauptstraße, die wir schnellen Schrittes überqueren. Der Wanderweg führt vorbei am Friedhof wieder ins Hinterland. Am Sonnenbühel erreichen wir den Hagnauer Obst- und Weinwanderweg. Der Obstbau hat hier eine sehr lange Tradition und wurde bis Ende der Fünfzigerjahre in Form von Streuobstanlagen angebaut, bestehend aus Hochstämmen verschiedener Sorten. Sie dienten den Bauern gleichzeitig als Futter für ihr Vieh und gelegentlich wurde der Raum zwischen den Bäumen sogar als Acker genutzt. Birnen und Äpfel wurden in Form von Most vermarktet, denn der war Lager- und Transportfähig und ein begehrtes Getränk in den Städten.

Viele Infotafeln, verstreut in der Gegend geben viele Daten, Fakten und Fotos über den Obstanbau. Wir erfahren so einiges nicht nur über die verschiedenen Apfelsorten, sondern auch über Mirabellen, Zwetschken, Quitten und andere Obstsorten. Zum Klären des Mostes wird der Saft der Quitte hinzugenommen und erhält dadurch eine reine Farbe. Außerdem hat die Quitte einen hohen Pektingehalt und eignet sich ideal für die Herstellung von Marmeladen. Auch über das Vogel- und Tierleben gibt es Interessantes, weil die Vögel uns nicht nur durch ihren Gesang und ihr buntes Vogelkleid erfreuen, sie spielen auch eine wichtige Rolle als Schädlingsvertilger. Geschützt werden hier auch die Greifvögel, denn sie sind die natürlichen Feinde von Feld- und Wühlmäusen. Diese haben sich infolge der milden Winter und trockenen Sommer stark vermehrt und richten große Schäden am Wurzelwerk der Bäume an. Für Wiesel, Marder und Iltis werden Steinhaufen als Unterschlupf angelegt, da auch sie eifrige Mäusevertilger sind.

Idyllisch zieht sich der Wanderweg durch einen endlosen Obstgarten, zwischendrin finden wir immer wieder kleine Hütten, wo das frische Obst für kleines Geld angeboten wird. Die Bäume sind voll mit leckerem Obst und vor allem vielen Früchten, sodass Äste bereits abgerochen sind oder gestützt werden müssen.

Wir kommen zur kleinen Kirche St. Oswald, die versteckt von Obstbäumen im Ort Frenkenbach liegt. Sie wurde im 12. Jhdt. aus Feldsteinen erbaut. Man muss im Inneren ganz leise reden, denn die Akustik ist ausgesprochen gut. Wie aus Großmutters Zeiten schlicht und einfach, aber total schön.

Weiter des Weges erreichen wir eine große Zwetschken-Plantage, wo sich ein Bäumchen ans andere reiht, kaum Platz zum Durchgehen, denn die Bäume sind voll, sowas haben wir noch nie gesehen. Auf den ersten Blick schaut´s aus, als wären das Weintraubenrispen, so eng hängen die Zwetschken nebeneinander. Wir stibitzen uns für jeden eine Frucht, um sie zu verkosten. Mmmmh!

In den Gärten wird fleißig geerntet, nicht nur Äpfel, auch auf dem Kürbisfeld wird gewerkelt. Dort hilft ihnen der Andreas Bourani mit dem Weltmeistersong – damit´s leicher geht. Wohin das Auge reicht, Weintrauben und Äpfel. Am Rand der Plantagen stehen in hohen Stapeln die Erntekisten bereit, um mit den Äpfeln befüllt zu werden.

Wir nähern uns Immenstaad und das Schloss Kirchberg kommt in Sicht, das sich früher im Besitz des Klosters Salem befand. Das Gebäude stammt aus dem 16. Jhdt. und wurde 1880 um- und ausgebaut. 1972 wurde es in die Gemeinde Immenstaad eingegliedert und nach einer Sanierung im Jahr 2000 wurden darin Eigentumswohnungen errichtet. Super, da hat man eine teure Wohnung in einem ehemaligen Schloss und die liegt direkt an der Durchzugsstraße.

Langsam kommen wir unserem Ziel näher, davor erfahren wir aber noch, dass Hagel die Existenz von so manchem Bauer bedroht. Denn nicht nur die Früchte, sondern auch das Holz und die Blätter werden vom Hagel so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass für das kommende Jahr mit Ernteausfällen zu rechnen ist. Beschädigte Äpfel sind unverkäuflich und sie sehen wirklich nicht zum Anbeißen aus. Daher haben die Bauern ganze Plantagen mit Netzen überzogen, damit die Bäume geschützt werden.

Wieder wechseln sich Äpfel- und Weingärten ab und zum Abschluss unserer Wanderung erfahren wir, dass der Grauburgunder, den ich gerne trinke, gesund und früh geerntet wird. Wolfgang´s Liebling ist der Spätburgunder und das ist dieselbe Traube, sie wird aber später gelesen.

Wir verlassen die Weingärten bei Immenstaad, müssen ein Stück auf der Straße gehen und kommen beim Schloss Hersberg vorbei. Einst eine Klosteraußenstelle, wird es heute als Bildungszentrum und Pflegeeinrichtung genutzt. Es geht den Hügel hinunter und wir laufen nie enden wollend durch die Siedlungen. Die Füße schmerzen ordentlich, als wir schließlich Immenstaad erreichen. Eigentlich wollten wir mit der Fähre nach Meersburg zurückfahren, doch leider erfahren wir, dass das nächste Schiff erst in eineinhalb Stunden fährt. Daher müssen wir nochmal losstapfen bis wir zur Bushaltestelle kommen. Dort müssen wir Gott sei Dank nicht lange warten, bis uns der Bus einsammelt. Ach, ist das Sitzen gut, die mehr als zwölf Kilometer marschieren machen sich jetzt ordentlich bemerkbar.

Am Parkplatz von Meersburg angekommen, fahren wir mit dem Auto auf einen Platz mitten im Zentrum und schlendern gemütlich die wenigen Schritte bis zur alten Burg. Sie erhebt sich hoch über dem Bodensee und der markante Turm mit den Treppengiebeln auf allen vier Seiten ist das Wahrzeichen der Stadt. Die Stadt wurde als Vorburg erbaut und von der Burg bekamen die Bewohner einer solchen Stadt den Namen Bürger. Wir holen uns in der Torwache unsere kostenlosen Eintrittskarten (bezahlt haben wir ja quasi schon mit der Bodenseekarte) und über eine frühere Fallbrücke erreichen wir das Eingangstor. Über dem Tor ist noch der Wellbaum vorhanden, der zum Aufziehen der Zugbrücke diente. Darüber hängen die Feuerlöscher aus der damaligen Zeit – Eimer aus Leder. 1137 erstmals urkundlich erwähnt, sollen ihre Ursprünge sogar bis ins 7. Jhdt. zurückgehen. Sie wurde auf einer vorspringenden Felsnase erbaut und wurde nie gestürmt, denn ihre 3 – 5 Meter dicken Mauern überstanden jeden Überfall. Als erstes gelangt man in den ältesten Innenraum der Burg mit einer Holzbalkendecke und hier war die Burgwache untergebracht. Der Raum war beheizbar und die Fenster waren ohne Glas.

Weit kommen wir mit unserer Besichtigung der Burg nicht, denn wir entdecken das Burgcafé, wo uns viele leckere Kuchen angrinsen. Die Entscheidung fällt schwer, die Wahl für die Zwetschken-Tarte ist dann auch genau die richtige – voll lecker. Wir sitzen auf der Aussichtsterrasse mit Blick auf den See und die Burgmauern und genießen die Ruhe.

Danach schließen wir uns der Themenführung „Essen und Trinken im Mittelalter“ an, wo wir als erstes einen kurzen Film gezeigt bekommen. Die Bauern haben viel Suppe gegessen mit Kohl, Hülsenfrüchten und Kräutern, während bei den Adeligen aufgrund der Jagd Fleisch und Fisch auf dem Speiseplan standen. Zur Fastenzeit wurden Maultaschen und Pasteten gegessen, denn hier konnte man das Fleisch geschickt „verstecken“.

Wir folgen dem Burgfräulein von einem Raum in den anderen, wo sie uns mit Begeisterung und Witz viel Wissen vermittelt und damalige Gebrauchsgegenstände zeigt. So erzählt sie uns im Festsaal, dass im Mittelalter auf den Mauervorsprüngen bei den Fenstern die Damen saßen und darauf warteten, dass sie zum Tanz aufgefordert werden. Verbrachten sie viel Zeit auf den Bänken, weil sie nie oder nur wenig geholt wurden, nannte man sie Mauerblümchen.

Die Holzdielen krachen bei jedem Schritt unter unseren Füssen und ehrfürchtig betreten wir jeden Raum und betrachten die tollen Öfen und Lampen. Auch ein prächtiges Exemplar eines Lüsterweibchens ist hier zu bestaunen. Dabei handelt es sich um einen Kronleuchter aus Geweihen, an deren Ende eine weibliche Figur angebracht ist. Die Jagd war ein Privileg des Adels und so konnte man die Jagdtrophäen zeigen.

Angekommen in der Eingangshalle erhalten wir noch interessante Informationen über den 27 Meter tiefen Burgbrunnen aus dem Jahr 1334, der bis zum Seespiegel hinunter reicht. Von dort startet die nächste Führung in den Dagobertturm hinauf und der schließen wir uns gleich wieder an. Dort werden wir nach dem Erklimmen von 101 engen Treppen mit einer tollen Aussicht auf das Dächermeer der Stadt und auf den Bodensee belohnt. In einem kleinen Nebenraum war im 19. Jhdt. das Gefängnis untergebracht und der Raum war einst ohne Fenster.

Langsam steigen wir die ausgetretenen Stufen wieder hinunter, wo sich unser Guide von uns verabschiedet. Wir dürfen nun die restlichen Räume der wehrhaften Burg auf eigene Faust erkunden. Sie wurde aufgrund ihrer dicken Mauern ja nie militärisch eingenommen und hielt auch der vierzehn Wochen Belagerung stand. Wir betreten die Waffenhalle, sie diente einst zu Fecht- und Waffenübungen. Der Boden ist mit Backsteinen ausgelegt und mittlerweile sehr bucklig und an den Wänden sind Rüstungen und Waffen ausgestellt.

Der Rittersaal stammt aus dem 13. Jhdt. und an den Wänden hängen Waffen und Felle des erlegten Wildes. Am schweren Tisch kann ein Trinkgefäß bewundert werden, hergestellt aus einem Elch-Fuß.

Nach dem Rittersaal kommen wir zum Christusbrunnen aus dem 15. Jhdt., wo im Mittelalter bei Feierlichkeiten Frei-Wein für die Bevölkerung der Stadt floss.

Dunkle, geschnitzte Renaissancemöbel befinden sich im Fürstensaal und passend dazu Bilder aus der Zeit der Fürstbischöfe. Durch eine eiserne Tür gelangen wir in das Burgverlies, hier befindet sich der Fürstenstuhl mit dem roten Satin und Baldachin. Auch eine Sänfte ist ausgestellt, mit der die schönen und reichen Damen durch die Stadt getragen wurden, damit sie sich ihre langen Brokatkleider in der dreckigen Stadt nicht beschmutzen.

In der kleinen Burgkapelle gibt es einen gotischen Flügelaltar und Chorgestühl und links der Türe ein Armen-Seelen-Lichthäuschen.

Das Burgmuseum öffnet für den Besucher mehr als dreißig Räume und zeitweise verlieren wir uns in der Burg. Zwischen 1841 und 1848 lebte Annette von Droste-Hülshoff, eine deutsche Dichterin in drei Wohnräumen der Burg, die auch zu besichtigen sind. Im Mai 1848 ist sie hier auch verstorben.

Im Außenbereich neben dem kleinen, hübschen Garten können wir noch durch das Fenster in die Badestuben gucken. Der Bader war hier nicht nur für einen reibungslosen Ablauf zuständig, sondern auch fürs Haar- und Bartschneiden und für medizinische Hilfe. Er kannte sich mit Kräutern aus und hat auch geschröpft.

Zum Schluss unseres Rundganges werfen wir noch einen schnellen Blick in die Folterkammer und anschließend in die Schlosskapelle. Hier hängen die Wappen sämtlicher Burgbesitzer.

Tief beeindruckt verlassen wir die Burg und schlendern die Steigstraße den Berg hinunter. Schöne Fachwerkhäuser säumen die Gasse und wir erhaschen immer wieder Blicke in die kleinen Läden. Leider ist es mittlerweile so spät geworden, sodass sie schon geschlossen haben. Aber egal, so können wir uns die Stadt genauer ansehen, wie die Häuser regelrecht am Felsen oder an der Burg kleben.

Fast am Ende der Gasse angekommen, ergattern wir dann einen freien Platz auf der Terrasse der Winzerstuben. Zu Maultaschen und Elsässer Flammkuchen probieren wir das ganze Repertoire des Burgunders, Weiß-, Grau- und Spätburgunder. Alles findet unseren Gefallen und so genießen wir die warme Abendsonne. Es geht sich sogar noch ein Kaffee und eine Crème Brûlée aus, die wir dann aber gemeinsam vernaschen. Das ist die beste, die wir seit langem gegessen haben.

Es ist spät geworden, die Sonne ist untergegangen und es ist sehr beschaulich und ruhig geworden. Die Gastgärten sind bis auf den letzten Platz gefüllt und bei Essen und Trinken lassen die Menschen den Tag ausklingen.

Mit vollem Bauch und leichtem Schwips kämpfen wir uns die Steigstraße wieder hoch Richtung Parkplatz. Unser Parkticket ist bezahlt bis 19:38 Uhr und Punkt 19:38 Uhr verlassen wir auch den Parkplatz, das nennt man Timing.

Die Häuser und Weingärten sind eingetaucht in die schöne Abendsonne und rosarote Wolkenbänder auf dem hellblauen Himmel erzeugen eine wunderschöne Stimmung. Wir genießen die Rückfahrt, begleitet von mittelalterlicher Musik. Jetzt wird uns erst richtig bewusst, was wir da heute bei unserer Wanderung für eine Strecke zurückgelegt haben. Tüchtig waren wir!

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