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Kanada – ein großes, wunderbares Land! Wir konnten  in den vier Wochen nur einen Bruchteil von British Columbia und Alberta bereisen, aber der erste Eindruck war wirklich toll. Die Regionen in Kanada werden mit entsprechenden Slogans benannt – British Columbia: Beautiful BC und Alberta: Wild Rose Country – und die passen wirklich.

Wir hatten uns entschieden, das Land im Frühling zu besuchen, weil die Temperaturen angenehmer sind und auch nicht so viel los ist, wie in der Hauptsaison. Außerdem kann man zu dieser Zeit sehr viel Wildlife live erleben– ich sag nur: 23 Bären! Sie fühlen sich wohl inmitten der wunderschönen Landschaft. Das Land wird beherrscht von einer mächtigen Bergwelt und endlos scheinenden Wäldern. Vollendet wird die Pracht von kristallklaren, smaragdgrünen Seen, Wasserfälle, die sich in die Tiefe stürzen und der Frühlingsblüte, die sich zu dieser Jahreszeit in ihrer schönsten Pracht zeigt.

Das Wetter ist in diesen Monaten eher durchwachsen – ja wir haben immer wieder erlebt, wie es sich von einer Stunde auf die Stunde verändert. Kanada bietet alle Klimazonen – vom Regenwaldklima, über Wüstenklima bis zum ewigen Eis der Gletscher.

Die unzähligen National- und Provincial Parks lassen sich wunderbar mit dem Wohnmobil bereisen. Man sollte jedoch nicht unterschätzen, dass man trotz der breiten Highways nur langsam vorwärts kommt. Zum einen gibt es ständig Schönes zu bestaunen, andererseits bremst das Tempolimits von 80 – 100 km/h den Verkehr. Und wohlgemerkt, sobald man ein Fahrzeug sieht, dass neben der Fahrbahn parkt, dann unbedingt auch anhalten, denn da gibt es mit Sicherheit ein Tier zu bestaunen! Auch auf den Gegenverkehr sollte man aufpassen, denn auch mit der Lichthupe kriegt man Bescheid, wenn einige Kilometer weiter vorne ein Schwarzbär die Felsen hoch kraxelt. Wir haben während unserer Reise fast ausnahmslos hilfsbereite und freundliche Menschen getroffen. Smalltalk über den Urlaub, Land und Leute und über die eigene Heimat wird von Jung und Alt überall geführt. Da werden aufgrund der Vorsaison gesperrte Attraktionen, Campingplätzt oder Straßen zur Nebensächlichkeit. Auch längere Wartezeiten dienen zum Austausch von Infos und Empfehlungen für die Weiterreise.

Kulinarisch haben wir alles erlebt, wie in vielen anderen Ländern auch. Das größte Manko war das Brot – wir hatten schon nach wenigen Tagen Entzugserscheinungen von unserem tollen Schwarzbrot, denn es gibt fast nur Toastbrot. Wir haben uns jedes Mal gefreut, wenn wir eine German oder Swiss Bakery gefunden haben, wo wir uns versorgen konnten und wahre Hamster-Vorräte angelegt haben. Auch die Sandwiches hingen uns langsam aus den Ohren raus. Greift man aber etwas tiefer in die Tasche und luncht im Restaurant, wird man dafür mit kulinarischen Freuden belohnt. Und seien wir uns ehrlich, Urlaub ist Urlaub und der darf schon was kosten. Kanada ist nun mal ein teures Pflaster, aber auch etwas Besonderes. Das Bezahlen war oft ein kleines Abenteuer, denn es stellte sich immer wieder die Frage, ist dieser Preis jetzt mit TAX oder ohne? Taktisch ist das ja ganz gut, denn der Sprit für unser Motorhome hat da auf den ersten Blick billiger ausgesehen, als er schlussendlich war.

Nichtsdestotrotz haben wir einen wunderschönen und unvergesslichen Urlaub erlebt und wer weiß, vielleicht zieht es uns wieder einmal dorthin.

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