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Wieder fahren wir eine schöne Strecke mit dem Ziel im Westen, Ucluelet. Ginster und rosa Fingerhut säumen die Fahrbahn. Nach gut eineinhalb Stunden checken wir am Campground ein. Die Hoffnung, dass sich auch heute die dicken Wolken wieder vertschüßen, geben wir bis zum Schluss nicht auf. Denn heute verbringen wir den Nachmittag auf dem offenen Meer beim Whale-Watching. Am Pier unterhalten wir uns mit einem ausgewanderten, finnischen Fischer. So erfahren wir, dass ab dem 25. Mai für zwei Wochen Salmon gefischt werden darf und wenn alles passt, im September noch einmal. Dann ist Schonzeit für die Lachse.

Wir sind auf dem kleinen Boot auch eine kleine Gruppe von sechs Leuten und das ist sehr angenehm. Da steht keiner dem anderen blöd vor der Linse und stiehlt ihm die besten Fotos. Wir sind kaum eine halbe Stunde unterwegs, zeigt uns Brian, der Bootsführer, schon die ersten Seelöwen, kalifornisch. Neugierig werden wir von den Tieren beäugt, einer jumpt sogar ins Wasser um zu checken, dass wir nix Böses wollen. Das ist schon mal ein Highlight.

Dann, die erste Fontäne – wo ist der Wal? Wow, ist das toll, wie sich das Tier elegant im Wasser bewegt. Mittlerweile wird es am Horizont immer dunkler und leichter Nieselregen beglückt uns. Jacke für Jacke wird übergestreift und wir vergessen im Adrenalinrausch die Kälte. Achtung, auf der anderen Seite ist auch einer! Und schnell drehen sich alle um. Brian lenkt mit dem Boot auch ein wenig ein, damit wir bessere Sicht haben. Aus Erfahrung weiß er auch, wenn der Wal untertaucht, wo er nach etwa fünf Minuten wieder auftaucht. Und so bleiben wir etwa eine halbe Stunde hier – zu beiden Seiten des Bootes je ein Wal.

Nur ein paar Boote und Zodiacs sind unterwegs, um die Tiere zu beobachten. Unser Boot schaukelt an einigen Stellen sehr heftig und wir sind froh, vorher Sea-Sick-Tabletten geschluckt zu haben. Auf einer winzigen Insel aalen sich Stellersche Seelöwen, deren Bullen bis zu 1.000 kg schwer werden.

Das Wetter verändert sich ständig und der Wind pfeift aus vollen Rohren. Dann kommt ein Funkspruch von einem anderen Boot – sie haben wieder einen Wal geortet. Also, nix wie hin. Die Kameras sind auf den Sportmodus gestellt und klicken ununterbrochen. Jeder will das festhalten, was er sieht. Nun sind wieder die Seelöwen dran – dicht an dicht liegen gefleckte Seelöwen auf den Felsen und dösen. Zu guter Letzt schwimmt uns noch ein Seeotter vor die Linse und nicht weit davon entfernt macht uns Gekreische auf zwei Austerntaucher aufmerksam. Dem noch immer nicht genug – beim Einlaufen zur Anlegestelle zeigt uns Brian noch vier Weißkopfseeadler auf den Baumwipfeln. Brian, you did a good job, it was fun! Und das stimmt, wir hatten ein Wahnsinns-Erlebnis.

Etwas durchgefroren setzen wir uns ins Hafenrestaurant, um zum Abschluss des Tages und des tollen Urlaubes noch Steak und Spare Ribs und als Draufgabe Cheese-Lime-Cake zu verdrücken.


ZielKMCampingplatzKostenGetankt
Ucluelet106Ucluelet CampgroundCAD 39,90 -
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