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Das Schönwetter war nur von kurzer Dauer, die Sonnenbrillen können wieder weggepackt werden. Eine dicke Wolkendecke macht sich breit und es nieselt leicht. Das Wetter meint es noch gar nicht gut mit uns. Aber wir lassen uns den Spaß nicht verderben und trotzen allem.

Und täglich grüßt das Murmeltier – nein, der Bär. Kurz vor Baileys Chute schlendert ein großer Braunbär entlang des Straßenrandes und frisst genüsslich. Na ist das eine Freude. Wir sehen ihm eine Weile zu und dann hat er wieder Ruhe von den lästigen Touristen. Tschüss Bär.

Wir fahren bis zum Clearwater Lake hoch und vom dortigen Campground aus erhalten wir einen ersten Eindruck auf das breite Flussbett. Wir können uns gut vorstellen, dass Fliegenfischen hier toll sein muss, ist ja auch sehr beliebt hier.

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Es geht wieder zurück und am Viewpoint von Bailey’s Chute ziehen wir unsere Jacken wieder an und spazieren bis zu den Stromschnellen vor, wo der Clearwater River beginnt, seine Loops, die sogenannten Horseshoe, zu formen. Das Wasser dreht sich mit einer wahnsinnigen Kraft im Kreis  und erzeugt einen ordentlichen Sog nach unten. Irre, was hier los ist und Wolfgang´s Paddlerherz beginnt höher zu schlagen. Aber wenn dich der Drehwurm verschlingt, kommst nimma raus. Im August und September kämpfen sich hier große Mengen an Lachse die Stromschnellen hoch um zu laichen. Das ist natürlich ein gefundenes Fressen für Bären, Kojoten und Weißkopfseeadler. Übrigens die Stromschnellen wurden benannt nach dem Brückeningenieur James Bailey, der bei einem Bootsunfall hier verunglückt ist. Wir schlendern noch ein Stück entlang des Trails, der gesäumt ist von Farnen, blühenden Walderdbeeren, Schachtelhalmen und riesigen cedar trees.

Die Ray’s Farm Mineral Springs sind unser nächstes Ziel, das wir inmitten eines schönen Mischwaldes erreichen. Dort werden wir bereits von einem Geschwader Gelsen erwartet, die sich munter auf uns stürzen. Die Quelle sieht aus wie ein Minivulkan, der durch die Mineralstoffe des Wassers gebildet wurde. Im Grater blubbert das Wasser vor sich hin. Es sieht genauso aus, als hätte man eine Flasche Mineralwasser hinein geleert. Das Wasser kommt mit so einer Intensität heraus, dass es an einer Stelle überschwappt und dort die kristallinen Mineralstoffe den Kegel färben. Gefällt uns sehr gut, wenn da nicht die Gelsen wären. Also, Rückmarsch zum Ausgangspunkt und nur nicht stehen bleiben, denn dann kommt das Surren wieder näher.

Wie war das mit den Bären? Wir sind wieder an der Einfahrt zum Campground angelangt und da grast wieder ein Bär. Nur gut, dass wir aus dem Campingplatz schon ausgecheckt haben – sonst hätten wir eventuell Besuch bekommen.

Eine 3,6 km lange, kurvige Straße führt zum Aussichtsturm des Green Mountain hinauf. Laut Prospekt sollen Motorhome-Fahrer auf dieser Straße vorsichtig sein. Weshalb, das verstehen wir nicht ganz – ist doch ganz easy zu fahren. Oben angekommen bleibt uns die Aussicht auf die Bergwelt rundherum leider versagt, weil die Wolkendecke alles einhüllt. Lediglich der Blick auf den Pyramid Mountain und die hochsteigende Gischt der Helmcken Falls bleibt uns. Dann beginnt es innerhalb weniger Minuten zu schütten, sodass wir auf dem Turm gefangen sind. Zehn Minuten – dann wird es uns zu blöd und wir sprinten zum Auto und checken beim nächst gelegenen Campingplatz ein.


ZielKMCampingplatzKostenGetankt
Wells Gray Park68Wells Gray Golf Resort & RV ParkCAD 36,7540 Liter / CAD 60,11
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