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Eine dicke Wolkendecke hängt am Himmel und der Wind pfeift uns um die Ohren. Doch wir sind nicht die einzigen Deppen, die sich bei so einem Wetter in die Pampas, äh Heide, begeben. Warm angezogen stapfen wir vom Parkplatz in Oberhaverbeck los. Schon nach wenigen Metern stehen wir mitten in der Heide, die hier aber sehr stark vom Gras, der sogenannten Draht-Schmiele durchwachsen ist.

Wir erreichen den Töpferstein, ein großer Findling, der dem Hrn. Töpfer gewidmet ist. Er war langjähriger Vorsitzender des Vereins Naturpark. Von hier haben wir einen weiten Blick auf die weiten Heideflächen. So, weiter geht’s, nur nicht zu lange hier aufhalten, denn wir wissen nicht, wie lange der Regen noch auf sich warten lässt.

Wir kommen nun zu einer Waldlichtung und hier verwandelt sich der Orkan zu einem Lüftchen. Der Waldboden ist hier dicht bewachsen mit Preiselbeerbüschen. Wir finden auch einige rote Beeren und Wolfgang gelüstet allein beim Anblick der Beeren nach Papi´s Rindsrouladen (beste wo gibt!) dazu. Die Beeren sind aber noch gewaltig sauer und so marschieren wir weiter des Weges. Die Heidelbeeren, die wir dann finden, schmecken da gleich viel besser.

Mittlerweile sind wir wieder von der Heide umgeben. Dort, wo sie abgemäht wurde, wächst sie zart wieder nach und diese Büsche stehen noch in schöner Blüte. So erleben wir hier Blüten in den verschiedensten Stadien. Der Großteil ist aber schon im Verblühen. Und da heute die Sonne nicht drauf scheint, leuchtet das Lila leider auch nicht so intensiv. Wir spazieren Richtung Wulfsberg und aufgrund des Rückenwindes kommen wir auch zügiger voran. Tief, sehr tief fliegende Schwalben schwirren um uns herum und kündigen den Regen schon an!

„Ein Männlein steht im Walde, ganz still und stumm …“ – ja, was steht denn da? Am Wegesrand grinst uns ein Prachtexemplar von einem Parasol schon von weitem an. Im Geist wird er von mir schon in Ei und Bröseln gewälzt. Ewig schade, dass wir ihn nicht mitnehmen können.

Der Heidehof in Wulfsberg liegt malerisch inmitten hoher Eichenbäume und hat, man glaubt es kaum, erst 1980 elektrisches Licht bekommen. Ab hier befinden wir uns ein Stück auf dem Jacobsweg – und vielleicht hat deshalb das Wetter ausgehalten und wir sind immer noch trocken als wir wieder den Parkplatz erreichen.

Nach den 12 km Marsch gönnen wir uns nun in der Pension bei uns um´s Eck noch Bratkartoffeln mit Spiegeleier und Sülzkotelett (bei uns: dicke Scheibe Schinkenwurst in Aspik). Kuchen hat leider keiner mehr Platz, obwohl es uns die prächtigen Tortenstücke schon angetan hätten.

So, das war´s von der schönen Lüneburger Heide. Uns hat es hier sehr gut gefallen, die Freundlichkeit der Einheimischen, die tolle Landschaft und die malerischen Orte. Die Zeit ist natürlich wieder mal viel zu schnell vergangen und wer weiß, vielleicht sehen wir uns wieder mal!

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