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Strahlender Sonnenschein, es ist ein wenig stormy und wir haben 3° – aber dazu etwas später.

Unsere Reise führt uns weiter entlang der SS49 auf der Pustertaler Straße. Bei der Durchfahrt Natz-Schabs begleiten uns auf beiden Seiten Wein- und Apfelplantagen. Die kurvige Straße schlängelt sich durch kleine Orte und kurz vor Bruneck grinsen uns schon die schneebedeckten Berge entgegen.

Bruneck hat uns aber nicht lieb, denn aufgrund eines Wochenmarktes ist der Ort komplett verstopft und wir haben sogar Mühe wieder hinaus zu kommen. Also fahren wir weiter bis zur Seilbahnstation des Hausberges, dem Kronplatz (2.277m). Wir überlegen noch kurz, ob wir die leichten oder die dicken Windjacken einpacken sollen, entscheiden uns aber für die leichten. An der Kasse fragen wir intuitiv, wie warm es am Berg oben ist. Von wegen warm, es hat ­+3°! Also kehrt marsch zurück und wärmer anziehen.

Wir schweben mit der Gondel bis zur Bergstation und es haut uns vom Hocker, was wir da sehen – ein Panorama, wie aus dem schönsten Bildband. Berge, in welche Richtung wir uns auch drehen und die höheren mit weißem Zuckerguss. Unmittelbar neben der Seilbahnstation wurde im Jahr 2003 eine Friedensglocke, die sogenannte Concordia2000 errichtet. Sie wiegt über 18 Tonnen und ist somit eine der schwersten Glocken im alpenländischen Raum. Der Klöppel allein wiegt bereits eine halbe Tonne und lässt in der Glocke mit ihren drei Metern Durchmesser die Note „Cis“ erklingen – was wir auch bestätigen können.

Mit vielen anderen Wanderern machen wir uns auf den Weg, um auf dem Panoramaweg die Aussicht noch mehr zu genießen. Wir kommen aber nur langsam vorwärts, weil es immer wieder nach nur wenigen Schritten eine tolle Fernsicht gibt, die festgehalten werden will. Auf der halben Strecke machen wir es uns in der Wiese auf warmen Steinen bequem und packen unser mitgebrachtes Picknick aus (Prosciuto, Bergkäse – fehlt nur noch der vino). Anschließend noch ein kurzes Nickerchen und dann geht es weiter. Es herrscht volles Programm hier oben – wir können Mountainbiker und vielen Paragleitern zusehen.

Auf der Schattenseite des Berges hängen prächtige Eiszapfen vom Gestein, während in den Wiesen noch karg Enziane, Erika und Schafgarbe blühen. Einige Schritte weiter und wir können sogar schon Fußabdrücke im Schnee hinterlassen.

Nach Beendigung des Rundganges genießen wir auf der herrlichen Sonnenterrasse bei einem Tiramisu (schon lange kein so gutes gegessen) und Cappuccino die Wärme.

Mit fortschreitender Zeit werden die Berge dreidimensionaler und die Farben intensiver. Der blaue Himmel macht das Bild noch kitschiger, als es eh schon ist.

Bevor wir mit der Gondel wieder talwärts fahren, besuchen wir noch das Aussichtsplateau, das auf dem Podest der Glocke untergebracht ist. Hier hat man reliefmäßig die umliegenden Berge dargestellt und jetzt wissen wir auch, dass wir zum Beispiel weit bis in die Ötztaler, Stubaier- oder Zillertaler Alpen sehen können.

Unterhalb der Talstation schlagen wir auf dem Parkplatz unser Nachtlager auf und verweilen noch die Stunden im Freien, bis die Sonne untergeht.

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