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Ein erster Blick aus dem Zelt bestätigt die schlechte Wettervorhersage. Eine dicke Wolkendecke gibt der Sonne keine Chance und es ist deutlich kühler. Gegen 09:00 Uhr ist wieder alles zusammengepackt und verstaut und wir brechen zur Insel Mainau auf.

Die Mainau gehörte dem Kloster Reichenau und dem Deutschen Orden. In seiner über 500- jährigen Herrschaft entstanden Barockschloss- und kirche, die heute noch glanzvoller Mittelpunkt der Insel sind. Hier lebt auch die Familie Bernadotte. In Familienbesitz ist die Insel seit 1853.

Von weitem bestimmt die grüne Silhouette der Bäume das Bild. Mehr als 500 verschiedene Arten Laub- und Nadelhölzer umfasst der Park. Darunter riesige Mammutbäume, kostbare Atlaszedern oder Tulpenbäume. Die wertvolle Palmensammlung wurde 1888 auf der Sonnenseite des Schlosses angelegt. Im Frühling blühen Tulpen, Narzissen und Orchideen, im Mai Rhododendren, im Sommer Rosen und im Herbst Dahlien, so weit das Auge reicht. Wir werden wahrlich verzaubert vom Duft der vielen Rosen.

In den verschiedensten Arten und Farben wachsen sie nebeneinander und eine duftet besser als die andere. Wir kommen uns vor wie der Prinz aus dem Märchen Dornröschen, der sich durch die Heckenrosen durchschlagen muss.

Leider beginnt es zu nieseln und wir drehen beinahe im Laufschritt unsere Runden. Während eines Regengusses flüchten wir ins Tropenhaus, wo viele Prachtexemplare aus aller Herren Länder zu bestaunen sind.

Eine weitere exotische Attraktion ist das Schmetterlingshaus. Im größten Haus seiner Art in Deutschland kann man in einer üppigen Tropenlandschaft rund 25 Arten farbenprächtiger Falter aus Asien, Afrika, Australien und Südamerika aus nächster Nähe beobachten. Völlig planlos flattern sie an uns vorbei und mit ein wenig Glück gelingt es auch, hin und wieder ein Foto zu machen. Ein blauer Ulysses, der sich auf eine Futterstelle setzt, saugt genüsslich an einer Orangenscheibe. Leider macht er trotz unseres langen Lauerns die Flügel nicht mehr auf. Außen ist er unscheinbar mit seiner braunen Zeichnung, das flureszierende Blau schimmert nur ganz leicht durch. Wie gemein!

Am frühen Nachmittag brechen wir dann zur Heimfahrt auf. Grob geschätzt kommen wir auf über sechzig Busse, die mittlerweile auf dem Parkplatz stehen, trotz des schlechten Wetters. Das Verkehrsaufkommen ist nicht sehr großund wir kommen zügig voran. Vor und nach München und entlang des Chiemsees geht es ein wenig schleppend voran, aber wir schaffen es, gegen 19:00 Uhr wieder wohlbehalten zu Hause anzukommen.

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