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Makelloser blauer Himmel und 19° begrüßen uns heute Morgen – hurra! Das kann ja noch ein schöner Abschluss unseres Urlaubes werden! Schnell packen wir unsere Sachen und dann heißt es verabschieden von Petra & Peter und ihrem prächtigen Anwesen.

Über Cullera und Sueca lotst uns Susi durch die Einöde auf Wegen, die stellenweise so schmal sind, dass nur ein Auto Platz findet. Einzig Traktoren und Radfahrer sind hier unterwegs durch die Äcker und Reisfelder. Aber wir müssen zugeben, es ist schon sehr scenic hier!

Dann erreichen wir das kleine Fischerörtchen El Palmar, das Anfang des 20. Jhdt. noch eine Insel war. Interessant sind hier die traditionellen Behausungen der Feldarbeiter, die Barracas. Das sind kleine, nach Osten ausgerichtete Lehmhäuschen, deren Dächer mit Schilf oder Stroh gedeckt werden.

Etwa 12 km von Valencia entfernt liegt der Naturpark La Albufera. Der Naturfreund findet hier auf 21.000 ha eines der bedeutendsten Feuchtgebiete der Region Valencia. Hier befindet sich eine Süßwasserlagune, die durch eine Landzunge vom Meer abgetrennt ist. Sie ist umgeben von Schwemmland, Mooren und Gesträuch und bietet vielen seltenen Tieren und Pflanzen Lebensraum. Zugvögel suchen zum Nisten oder Überwintern den Park auf, deshalb wurde diese Gegend zum Vogelschutzgebiet erklärt.

Wir stellen unser Auto beim Besucherzentrum Racó de l´Olla ab. Dort gibt es einen Aussichtsturm und Boardwalks führen durch verwunschenen Wald, zu einem Museum und einem Beobachtungshäuschen. Durch ein aufgestelltes Fernrohr können wir Moorhühner, Kiebitze, Möwen und anderes Gefieder beobachten. Rundherum nur das Gekreische der Vögel, sonst ist beinahe nichts zu hören in dieser Idylle.

Kurz nach Mittag fahren wir weiter, denn wir haben uns mit Gerda zum Mittagessen verabredet. Als wir Valencia erreichen, leuchten uns schon von weitem die Fliesen der Ciudad de las Artes y las Cièncias entgegen. Kurzerhand beschließen wir hier noch einen kurzen Fotostopp einzulegen. Der blaue Himmel mit den Schäfchenwolken bietet eine zu schöne Fotokulisse, die wir uns nicht entgehen lassen können. Es ist die Hölle los hier, Unmengen von Leuten sind auf den Beinen und Automassen stauen sich durch die Straßen. Polizeiaufgebot wohin man schaut, aber alles läuft wieder sehr diszipliniert ab.

Wir parken unser Auto in der Garage wie schon die Tage davor und schnellen Schrittes haben wir das Oceanogràfic erreicht. Und jetzt wissen wir, warum ganz Valencia auf den Beinen ist. Es findet am Wochenende der Große Preis von Spanien im Springreiten statt. Leider sind aufgrund dessen viele Bereiche abgesperrt oder von Zelten verdeckt. Trotzdem können wir tolle Aufnahmen machen, denn diese futuristischen Gebäude sehen mit diesem Hintergrund einfach schöner aus, als am Mittwoch mit dunkler Wolkendecke! Tja, heute herrscht ja auch perfektes Sommerwetter bei sehr angenehmen 28°.

Um 13:30 Uhr treffen wir uns dann mit Gerda und gehen mit ihr zum Chinesen essen. Wir sind um diese Uhrzeit die ersten Gäste und haben das tolle Angebot für uns allein. Ein Wahnsinn, was wir hier alles essen könnten – von Vorspeisen, Sushi, typischen chinesischen Gerichten angefangen bis hin zu den tollsten Meeresfrüchten, Fleisch und Gemüse, das frisch im Wok oder auf dem Grill gegart wird. Es ist einfach alles da, was das Herz begehrt. Zum Abschluss stürmen wir noch das reichhaltige Nachspeisenbuffet und dann sind wir zum Platzen voll! Ist auch gut so, denn in ein paar Stunden geht es nach Hause und im Flieger gibt es dann eh nichts mehr zu essen.

Hier in Spanien hält man noch was von Siesta, denn in der Innenstadt ist auf den Straßen kaum was los und wir erreichen pünktlich die Autovermietung. Ohne einen Blick darauf wird das Auto zurück genommen und der Shuttle zum Flughafen steht auch schon bereit. Dort heißt es warten, denn das Einchecken passiert, wie so vieles in Spanien mit tranquilidad (Ruhe). Es dauert Ewigkeiten, bis die Schulklasse und die drei holländischen Radfahrer vor uns ihre Boardingkarten haben. Bei uns geht es dann etwas schneller, weil wir gestern Abend schon online eingecheckt haben und nur noch das Gepäck loswerden müssen.

Kaum gestartet, landet der Flieger schon nach 40 Minuten auf dem Rollfeld von Palma de Mallorca. Großes Menschenaufkommen empfängt uns dort in den Wartehallen. Der Grund dafür ist wieder mal die Aschewolke des isländischen Vulkans. In der Abflughalle hängen vier Monitore und die Flüge von zweien sind alle gecancelled oder delayed. Hoffen wir, dass flyniki davon nicht betroffen ist.

Das Glück ist auf unserer Seite und wir können planmäßig Richtung Heimat fliegen. Nach 01:45 Stunden Flugzeit erreichen wir kurz nach 22:00 Uhr Linz, wo uns Wolfgang´s Eltern schon erwarten.

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