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Schnell ist die Zeit an der Küste Spaniens verstrichen und das Land hat – trotz des untypischen Spanien-Wetters – einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nicht nur, dass der Küstenstreifen eine schöne Landschaft und tolle Städte vorzuweisen hat, auch die Mentalität ist sehr angenehm. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich die Spanier mit den Italienern über den gleichen Kamm geschoren habe, aber wir wurden eines Besseren belehrt. Das spanische Volk ist sehr zuvorkommend, hilfsbereit und geduldig. Und das Angenehme ist die Ruhe, die sie ausstrahlen, hier hat man einfach Zeit und Geduld. Im Gebiet rund um Valencia wird sehr wenig Englisch gesprochen und meine wenigen Spanischkenntnisse wurden mit Hilfe und Unterstützung belohnt. Ich hab mich aber eh sehr bemüht und war oft sehr überrascht, was ich noch alles wusste! Jetzt ist mein Ehrgeiz wieder geweckt, meine Kenntnisse aufzufrischen und zu erweitern. Fürs erste hab ich mal ein kostenloses Magazin abonniert….

Schon in den ersten Stunden ist uns das Verhalten im Straßenverkehr aufgefallen, das so ganz gegenteilig ist, wie wir es bei uns kennen. Wir haben nicht ein einziges Mal erlebt, dass wir bedrängt wurden oder sich ein Fahrer wo rein gezwängt hätte. Außerdem fanden wir es toll, dass von diesem Volk die Blinker, die jedes Auto hat, auch benützt werden. Zudem gibt es auf den Autobahnen kein notorisches Linksfahren.

Was Kurioses, was Autos betrifft, konnten wir vor allem in den kleineren Städten beobachten – sie parken nämlich auf den Gehsteigen oder in zweiter Reihe. Es wird einfach die Handbremse nicht angezogen und muss ein verparktes Auto wegfahren, wird das Hindernis ein Stück verschoben.

Egal in welche Stadt oder Ort wir gekommen sind, eines haben sie alle gemeinsam – die Sauberkeit. Wir haben nicht eine Gasse gefunden, wo Dreck herum lag. Überall wuseln Putzis – meist Frauen – mit Kübel und Besen auf den Straßen und kehren selbst Zigarettenstummel weg. Mehrmals haben wir sogar beobachtet, wie die verrichteten Geschäfte der Hunde vom Frauerl oder Herrl weggeputzt wurde.

Irritiert hat uns aber die Tatsache, dass die Obstbauern auf den Plantagen das verdorrte Gestrüpp einfach anzünden. Inmitten der Orangenplantagen steigt schwarzer Rauch auf, den man schon kilometerweit riechen kann. Da hat uns der Duft der Orangenblüten doch viel besser gefallen! Die reizvolle Landschaft an der Küste von Castellón, Valencia und Alicante ist geprägt von Orangen- und Mandelbäumen und der Duft der Blüten liegt in der Luft. Diese Gegenden sind nicht nur schön anzusehen, sondern sind auch bekannt für das milde Klima.

Das mediterrane Flair ist auch überall in den Orten und Städten zu finden. Viele haben noch ihren spanischen Ursprung erhalten und die mittelalterlichen Bauten wurden liebevoll restauriert und ins Stadtbild integriert. Viele kleine Plätze und Parks vermitteln Behaglichkeit und laden zum Verweilen ein. Kilometerlange Sandstrände und beeindruckende Steilküsten bieten alles für einen unvergesslichen Urlaub. Die Landschaft wird von alten Steinterrassen geprägt, die oft bis zu den Berghöhen hinaufreichen. Zahlreiche Wanderwege führen zu überwältigenden Aussichtspunkten, die immer wieder ein Erlebnis sind.

Schon nach den ersten Tagen wussten wir, dass wir wieder kommen werden und noch viel mehr entdecken möchten. Hasta luego!

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Ein Kommentar zu „Gedanken danach

  • 20. Juni 2010 um 14:43
    Permalink

    Hallo ihr Lieben!
    Bin gerade beim Lesen! Wie immer sehr anschaulich geschrieben. Man bekommt wirklich Lust auch einmal Urlaub dort zu machen und auf Entdeckungsreise zu gehen.
    L.G.

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